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John Cage

                   
  John Cage (links) mit Thomas Bloch, 1988

John Milton Cage Jr. (* 5. September 1912 in Los Angeles; † 12. August 1992 in New York City) war ein US-amerikanischer Komponist und Künstler. Mit seinen mehr als 250 Kompositionen,[1] die häufig als Schlüsselwerke der Neuen Musik angesehen werden, gilt er als einer der weltweit einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts.[2] Hinzu kommen musik- und kompositionstheoretische Arbeiten von grundsätzlicher Bedeutung. Außerdem gilt Cage als Schlüsselfigur für die Ende der 1950er Jahre entstehende Happeningbewegung und als wichtiger Anreger für die Fluxusbewegung und die Neue Improvisationsmusik. Neben seinem kompositorischen Schaffen betätigte er sich auch als Maler und befasste sich mit Mykologie, der Wissenschaft von den Pilzen.

Inhaltsverzeichnis

  Leben

  Kindheit und Schulzeit

John Cage wurde am 5. September als einziger Sohn des Ingenieurs und Erfinders John Milton Cage Sr. (1886–1964) und dessen Frau Lucretia („Crete“) Harvey (1885–1969) geboren. Die Mutter arbeitete als Redakteurin für die Los Angeles Times. Beide Eltern hatten nie ein College besucht.[3]

Seine frühe Kindheit verbrachte Cage in Long Beach, Kalifornien. Später zog die Familie nach Detroit und Ann Arbor im Bundesstaat Michigan, kehrte schließlich 1920 nach Kalifornien zurück, wo Cage in Santa Monica seinen ersten Klavierunterricht erhielt. Nach dem Umzug der Familie in die Nähe von Glendale unterrichtete ihn seine Tante Phoebe James, selbst Sängerin und Pianistin, und Cage, der sich von nun an für die Musik von Edvard Grieg begeisterte, erhielt sein erstes Klavier. 1922 besuchte Cage die Los Angeles Highschool, wo er als Mitherausgeber der französischsprachigen Schülerzeitung Le Flambeau fungierte.[4] 1927 vertrat Cage beim Southern California Oratorical Contest im Hollywood Bowl seine High-School und gewann den Wettbewerb mit einer Rede zum Panamerikanismus.[4] Im folgenden Jahr bestand er seinen Abschluss mit der höchsten Punktzahl, die jemals in der Geschichte dieser Schule erreicht wurde. Nach seiner Schulzeit studierte er zunächst zwei Jahre Literatur am Pomona College in Claremont, wo die ersten Gedichte entstanden, die im College-Magazin Manuscript veröffentlicht wurden. Sein Interesse galt in dieser Zeit den Dichtungen von Gertrude Stein, woraufhin Cage beschloss, Dichter zu werden.[5]

  Studium in Paris, Los Angeles und New York

1930 ging Cage für 17 Monate nach Europa und studierte für sechs Monate in Paris gotische und griechische Architektur in der Bibliothèque Mazarin bei Ernő Goldfinger, sowie Klavier bei Lazare Lévy, der ihn mit der Musik Johann Sebastian Bachs vertraut machte. Er schrieb Gedichte und sammelte seine ersten homosexuellen Erfahrungen. Durch Don Sample, einen Studenten der Sorbonne, der Cage auf die von Eugene Jolas 1927 gegründete Zeitschrift Transition, die sich der Musik, der Literatur, der bildenden Kunst sowie dem Film widmete und sich durch einen umfassenden Überblick über die europäische Avantgarde auszeichnete, aufmerksam machte, lernte er die neuesten künstlerischen Entwicklungen kennen, so unter anderem die Arbeiten von Hans Arp, Hugo Ball, Marcel Duchamp, James Joyce, László Moholy-Nagy und Kurt Schwitters. Cage, der mit Sample durch Europa reiste, besuchte unter anderem Deutschland, Sizilien, Algerien und Spanien, malte und schrieb während dieser Zeit Gedichte. Auf Mallorca, wo sie sich für einen Monat aufhielten, entstanden Cages erste Kompositionen.[6]

Die Musik, die ich komponierte, folgte einer mathematischen Methode, an die ich mich nicht mehr erinnere. Sie kam mir selbst nicht wie Musik vor, also ließ ich sie, als ich Mallorca verließ, zurück, um mein Gepäck nicht zu beschweren. An einer Straßenecke in Sevilla bemerkte ich die Vielfalt simultaner visueller und hörbarer Ereignisse, die im eigenen Erleben alle zusammenliefen und Lust und Freude hervorriefen. Das war für mich der Beginn von Theater und Zirkus."[3]
  Haus Rudolph und Pauline Schindler, Kings Road, West Hollywood

Im Dezember 1931 kehrten Cage und Sample in die USA zurück wo beide in Los Angeles zunächst im Haus von Rudolph und Pauline Schindler in der King’s Road lebten, und gemeinsam die von Sample aus Europa mitgebrachten Bauhausbücher studierten. Nach finanziellen Engpässen, die Cage zwangen, sich als Gärtner zu betätigen und kleinere Vorträge für Hausfrauen über moderne Kunst und Musik zu halten, lebte er mit Sample schließlich in einem Loft in Santa Monica.[6] 1932 begann Cage ein Kompositionsstudium, zunächst Komposition bei Richard Buhlig. Im Künstlerbedarfsgeschäft seiner Mutter lernte John Cage 1933 die um ein Jahr jüngere High-School-Absolventin und spätere Kunststudentin Xenia Andreyevna Kashevaroff kennen und verliebte sich, trotz der Beziehung zu Don Sample, sogleich in sie.[6] Beide heirateten am 7. Juni 1935 in der Wüstenstadt Yuma.[7]

Ab Mitte April 1934 studierte Cage Harmonielehre bei Adolph Weiss, dem ersten US-amerikanischen Schüler Arnold Schönbergs, und belegte Kurse in moderner Harmonie an der „New School of Social Research“, New York, bei Henry Cowell. 1935 kehrte er nach Los Angeles zurück und nahm bis 1937 Privatunterricht in der Kompositionstechnik Kontrapunkt bei Schönberg. In diesem Jahr begann Cage eine Beziehung zu der 23 Jahre älteren Pauline Schindler und lernte die Galeristin Galka Scheyer kennen, von der er für 25 US-Dollar das Gemälde Meditation von Alexej von Jawlensky aus dem Jahr 1934, das er mit einem Dollar anzahlte, erwarb. Über Scheyer lernte er Oskar Fischinger, Filmemacher und Pionier des abstrakten Films, kennen, „dessen Idee einer allen Dingen innewohnenden Seele, die befreit werden kann, indem man den Gegenstand zum klingen bringt“,[7] Cage beeindruckte. Des Weiteren lernte er das Sammlerehepaar Walter und Louise Arensberg kennen, deren Sammlung John Cage erstmals ermöglichte, sich mit dem Werk von Marcel Duchamp auseinanderzusetzen.[8] 1937 zog Cage mit seiner Frau Xenia nach Santa Monica, wo sie im Haus der Buchbindnerin Hazel Dreis lebten und das Buchbinden erlernten. Cage entwarf die Buchdeckel und seine Frau fertigte später Duchamps Große Schachteln an. 1938 zog Cage nach San Francisco und lernte am Mills College, wo er in der Musikbegleitung für Tanzklassen engagiert war, Lou Harrison kennen. Harrison vermittelte Cage an das Cornish College of the Arts, wo er als Pianist und Korrepetitor für die Tanzklassen der Choreografin Bonnie Bird (Martha Graham Gruppe) mitwirkte.[7]

  Komponist und Anknüpfung an die Avantgarde

1938 siedelte John Cage nach Seattle über, hielt Vorlesungen und gründete ein Schlagzeugensemble. Hier traf er erstmals auf den damals 19-jährigen Tänzer Merce Cunningham, seinen späteren Arbeits- und Lebenspartner, der es sich nicht nehmen ließ, gelegentlich in seiner Percussion-Band mitzuspielen.[7] Im Jahr 1940 kehrte Cage nach San Francisco zurück und nahm „als musikalischer Begleiter der Tanzklasse am Sommerprogramm des Mills College in Oklahoma teil.“[9] Hier traf er László Moholy-Nagy, der am 18. Juli in seinem Schlagzeugensemble auftrat. Kurze Zeit später komponierte er als Begleitung für eine Choreografie für die Tänzerin Syvilla Fort, einer Studentin der Cornish School, seine erste Komposition Bacchanale für das von ihm erfundene präparierte Klavier, auf dessen Saiten und Hämmern er Radiergummis, Nägel und andere kleine Teile montierte, die dem Klavier eine besondere Klangfarbe verleihen. Im selben Jahr setzte Cage, in Vorstufe zu den Pop-Art-Environments, in Living Room Music. A Story alltägliche Wohnzimmergegenstände zur Klangerzeugung ein. Auf Einladung László Moholy-Nagys unterrichtete er 1941 an der Chicago School of Design eine Klasse in experimenteller Musik. Hier lernte Cage Max Ernst und Peggy Guggenheim kennen, die ihn zu sich nach New York einluden.[9]

In New York City, wohin Cage und seine Frau 1942 zogen, wohnten beide zunächst bei dem Ehepaar Ernst und Guggenheim und wurden dort in den Kreis von Musikern und bildenden Künstlern eingeführt. Beispielsweise lernte er Piet Mondrian, André Breton und Marcel Duchamp kennen. Mit einem Percussion-Konzert, das er am 7. März 1943 im Museum of Modern Art aufführte, wurde Cage in New Yorker Avantgarde-Kreisen bekannt und knüpfte Kontakte sowohl zu bildenden Künstlern wie zu Tänzern und Musikern. Unter anderem traf er häufig mit Marcel Duchamp zusammen und komponierte 1943 die Duchamp-Sequenz im Experimentalfilm Dreams that Money Can Buy (1947) von Hans Richter. Als Beitrag zur Ausstellung The Imagery of Chess in der Julien Levy Gallery in New York, zu der Duchamp eingeladen hatte, malte Cage das Bild Chess Pieces. Als Künstler dieser Ausstellung waren neben John Cage André Breton, Alexander Calder, Max Ernst, Man Ray, Jean Tinguely, Roberto Matta, Robert Motherwell, Dorothea Tanning und andere vertreten. In diesem Jahr trennte sich Cage von seiner Frau Xenia und reichte im darauffolgenden Jahr die Scheidung ein.[9]

  Lehraufträge am Black Mountain College

  Lake Eden campus, Sitz des Black Mountain College von 1941 bis 1957, ist gegenwärtig ein Teil von Camp Rockmont, eines Sommercamps für Jungen

1946 zog Cage nach Bozza’s Manison, ein Loft in Lower Manhattan, wo sich Künstler wie Richard Lippold, Sonja Sekula und Ray Johnson trafen. Gemeinsam mit Hans Arp, Mark Rothko und Clyfford Still plante Cage ein experimentelles Kulturzentrum an der Westküste der Vereinigten Staaten. Über den japanisch-amerikanischen Bildhauer Isamu Noguchi lernte er die indische Musikerin Gita Sarabhai kennen, woraufhin Cage begann, Zen sowie die Musik und die Philosophie Indiens zu studieren. Die Bühnenbilder der nun folgenden zahlreichen Tanzproduktionen von Cage und Cunningham wurden zu Beginn von Noguchi und dem surrealistischen Bildhauer David Hare gestaltet. 1948 begegnete er, während seiner Lehrtätigkeit am Black Mountain College in North Carolina, dessen am Bauhaus angelehntes Schulkonzept Cage beeindruckte, Josef und Anni Albers sowie Buckminster Fuller. Bei einem von ihm organisierten Satie-Festival hielt Cage mit Defense of Satie einen Vortrag über Ludwig van Beethoven und Erik Satie, der durch seine kritische Sicht auf österreichischen Komponisten zu einem Skandal führte. 1949 erhielt Cage von der Guggenheim-Stiftung ein Guggenheim-Stipendium sowie eine Auszeichnung der America Academy of Arts and Letters mit einem Preisgeld von 1.000 US-Dollar, die ihm und Cunningham einen weiteren Europaaufenthalt ermöglichte. Sie besuchten Amsterdam, Brüssel, Palermo, Mailand und Paris, wo Cage Pierre Boulez kennenlernte, mit dem ihm bis 1954 ein enger Briefkontakt verband. In Paris besuchte John Cage Alberto Giacometti und Ellsworth Kelly, der ihm seine Arbeit White Relief (1950) widmete.[10]

1950 kehrte John Cage zurück nach New York und lernte den Pianisten David Tudor sowie die Komponisten Morton Feldman und Christian Wolff kennen, der ihm das im Pantheon Verlag erschienene chinesische Buch der Wandlungen schenkte, das zu einem wichtigen „Hilfsinstrument für seine künstlerische Arbeit auf der Grundlage von Zufallsoperationen“[11] wurde. Auf dieser Grundlage realisierte John Cage 1951 unter anderem Music of Changes, sein erstes, vollständig auf der Basis des Zufallsverfahrens basierende Stück.[11] Im selben Jahr beteiligte sich Cage an den Veranstaltungen des von Robert Motherwell im Jahre 1948 gegründeten New Yorker Artist’s Club, einer „Hochburg des Abstrakten Expressionismus“. Mitglieder waren unter anderem Franz Kline, Willem und Elaine de Kooning, Mark Rothko, Ad Reinhardt sowie der Kunsthändler Leo Castelli und der Kunst- und Kulturkritiker Harold Rosenberg.[12]

Im Sommer 1952 hatte John Cage einen erneuten Lehrauftrag am Black Mountain College und inszenierte in diesem Jahr mit Untitled Event das erste Happening überhaupt. Auf Vorschlag Mark Tobeys belegte Cage an der Columbia University für zwei Jahre Zen-Kurse bei Daisetz Teitaro Suzuki.[11]

  Fluxus und Pilze

  John Cage (rechts) mit David Tudor beim Schiraz-Kunstfestival 1971
  Farah Diba begrüßt John Cage und Merce Cunningham 1972 auf dem Schiraz-Kunstfestival

Mehrere Freunde von John Cage, die aus dem Black Mountain College kamen, gründeten 1954 in Stony Point, New York, eine kooperative Kommune. Cage, auf der Suche nach einem einfachen Leben, zog in diesem Jahr dorthin, um sich intensiv dem Sammeln von Pilzen sowie deren Bestimmung und Zubereitung zu widmen. Mit David Tudor unternahm er eine ausgedehnte Konzerttournee durch Europa und traf in Köln auf Karlheinz Stockhausen.

1956 unterrichtete Cage an der New Yorker New School for Social Research und öffnete seinen Unterricht für Interessierte. Zu seinen Gasthörern zählten unter anderem Jim Dine, Larry Poons und George Segal. Als Lehrer übte John Cage einen großen Einfluss auf die sich in den Anfängen befindende Fluxus-Bewegung aus, denn viele Künstler dieser Bewegung zählten damals zu seinen Schülern, so George Brecht, Al Hansen, Dick Higgins, Jackson MacLow, Toshi Ichiyanagi, Yoko Ono und Allan Kaprow sowie ab 1960 George Maciunas und La Monte Young.[11] Während einer Europatournee mit David Tudor im Jahre 1958 unterrichtete Cage bei den Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, wo er auf den jungen Nam June Paik traf.[13]

1959 lehrte Cage erneut an der New School for Social Research in New York, diesmal zu den Themen Pilzbestimmung und experimentelle Komposition. Im folgenden Jahr arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Wesleyan University in Middletown, Connecticut, wo er an Silence (1961), der ersten Anthologie seiner Vorträge und Schriften, arbeitete. Im August, während einer gemeinsamen Europatournee mit Cunningham und Tudor, besuchte er das Atelier von Mary Bauermeister in Köln. In New York gründete er 1962 die Mycological Society und unternahm in Begleitung von Peggy Guggenheim eine sechswöchige Tournee mit David Tudor durch Japan, wo er anlässlich der Performance Fuck Yeah von Yoko Ono den antiken Steingarten des Ryōan-ji-Tempels besuchte, der ihn zu musikalischen und visuellen Arbeiten anregte. 1965 begann John Cage sein Text-Projekt Diary: How to improve the world (You will only make matters worse), dessen Struktur durch Zufallsoperationen bestimmt wird. In diesem Jahr wurde er Präsident der Cunningham Dance Foundation sowie Direktor der Foundation for Contemporary Performance Arts, die über den Verkauf von Kunstwerken finanziert wurde und für dessen Projekt Cage 70 bildende Künstler gewinnen konnte.[13]

1963 initiierte er in New York die Uraufführung der Komposition Vexations von Erik Satie, einem kurzen Stück mit 840 Wiederholungen und einer Dauer von mehr als 18 Stunden, bei dem er mit Pianisten wie David Tudor, Philip Corner und John Cale im Wechsel spielte.[14] Anfang der 1970er Jahre nahm er wie Tudor, Cunningham und Stockhausen am Schiraz-Kunstfestival in Schiraz teil.[15] 1972 war er Gast in dem von Karl Ruhrberg geleiteten Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Berlin. [16] Im Jahr 1977 litt Cage an einer fortschreitenden Arthritis und begann, auf Anraten von Yoko Ono, eine makrobiotische Diät.[17]

  Letzte Jahre

Am 1. Januar 1984, im sogenannten Orwell-Jahr und 35 Jahre nach Erscheinen des Romans 1984 von George Orwell, nahm John Cage in einer globalen Live-Schaltung über Satellit am TV-Projekt Good morning Mr. Orwell (Bonjour Mr. Orwell) von Nam June Paik teil. Cage, der in New York mit einer Vogelfeder Geräusche produzierte, trat medial gemeinsam mit Joseph Beuys auf, der mit seiner Tochter Jessyka im Centre Georges Pompidou die Aktion Orwell-Bein – Hose für das 21. Jahrhundert mit einer vom Künstler bearbeiteten Jeans durchführte. Mittels technischer Bildmanipulationen gelang es Paik, John Cage und Joseph Beuys simultan auf dem Fernsehschirm erscheinen zu lassen.[18]

In der Ausstellung Die 60er Jahre – Kölns Weg zur Kunstmetropole. Vom Happening zum Kunstmarkt wurde am 31. August 1986 von John Cage selbst eine Neufassung von 4′33″ uraufgeführt. Der Westdeutsche Rundfunk richtete anlässlich seines 75. Geburtstags im Februar 1987 einen 24-Stündigen NachtCageTag aus und für die documenta 8 in Kassel realisierte Cage die Klanginstallation Writing through the Essay ‚On the Duty of Civil Disobedience‘. Am 15 November fand in der Oper Frankfurt die Uraufführung von Europeras 1 & 2 (1985/87) statt. Auf der Chicago International Art Exposition kuratierte Allan Kaprow für die Carl Soloway Gallery in Cincinnati die Ausstellung A Tribute to John Cage. Hierzu erschien die Katalog-Box Prepared Box for John Cage; lose Blätter in einer von John Cage gestalteten Schachtel. Unter den 40 Künstlern, die zu diesem „Objekt“ beitrugen sind unter anderem Werke von Joseph Beuys, Alison Knowles, Joseph Kosuth, Richard Long, Claes Oldenburg, Ben Patterson und Takako Saito enthalten.[19]

Mit Without Horizon gestaltete John Cage seine letzten grafischen Arbeiten. Im Juni dieses Jahres schloss er die Arbeiten an seinem Film One ab, der in Zusammenarbeit mit Henning Lohner entstand – ein 90-minütiger Schwarz-Weiß-Spielfilm über das Licht. Drei Wochen vor seinem 80. Geburtstag starb John Cage in seiner Wohnung in New York an einem Schlaganfall.[20]

  Werke

  Imaginary Landscapes

An der Cornish School in Seattle begann Cage mit einer Serie so genannter Imaginary Landscapes ("imaginäre Landschaften"). Insgesamt entstanden fünf Stücke zwischen 1939 und 1952. In Imaginary Landscape No. 1 (1939) für vier Spieler, Uraufgeführt am 24. März 1939, sind neben präpariertem Klavier und chinesischem Becken zwei Plattenspieler mit variabler Umdrehungszahl zu hören.[21] Die Schallplatten waren die damals in Studios üblichen Messplatten zum Überprüfen von Plattenspielern mit Testtönen. Die elektronischen Komponenten waren also vorgefunden und nicht speziell komponiert. Das Stück ist nicht für die Wiedergabe im Konzertsaal, sondern über Radio gedacht.[22]

Imaginary Landscape No. 3 (1942) wurde von John Cage für Konservendosen, einen gedämpften Gong, elektronische und mechanische Geräte, darunter Tonfrequenzgeneratoren, einem Plattenspieler mit variabler Drehgeschwindigkeit für das Abspielen von Tonfrequenzaufnahmen und Generatorengeräuschen, einen Summer sowie für eine Drahtspule mit Verstärker und eine verstärkte Marimba geschrieben.[23]

1951 komponierte Cage das Werk Imaginary Landscape No. 4 (1951). Von zwei Personen wurden jeweils zwölf Radios durch Drehung des Sender- beziehungsweise des Lautstärkereglers gespielt, wobei vorher nicht bestimmbar war, welcher Sender was zu welchem Zeitpunkt spielen würde. Hier setzte John Cage erstmals Massenmedien als Instrumente ein.[24]

  Das „Ur-Happening“

Im Sommer 1952, als John Cage einen Lehrauftrag am Black Mountain College innehatte, inszenierte er mit Untitled Event das erste „Happening“ überhaupt, und dies lange bevor es das Wort gab. Teilnehmende Künstler waren Merce Cunningham, Charles Olsen, Robert Rauschenberg, Mary Caroline Richards und David Tudor. Die Partitur von John Cage gab den beteiligten Künstlern „die Zeiten vor, in denen sie etwas aufführen, eine Pause machen oder still sein sollen“[11], wobei ihnen die genaue Aktivität frei stand. Inspiriert wurde es durch Antonin Artauds Le Theatre et son double. Der Zuschauerraum, der Speisesaal des Colleges, war in vier Dreiecke unterteilt, die auf ein Zentrum innerhalb des Raumes ausgerichtet waren. An einer Wand des Saals wurde ein Film gezeigt und am anderen Ende Dias projiziert, während Cage auf einer Leiter stand und einen Vortrag mit stillen Passagen hielt. Eine zweite Leiter wurde abwechselnd von Olsen und Richards benutzt. Robert Rauschenberg, dessen White Paintings neben einem Bild von Franz Kline an der Decke hingen, ließ Musik auf einem Phonographen mit einem lauschenden Hund neben dem Trichter abspielen. David Tudor spielte Klavier, und Merce Cunningham und andere Tänzer tanzten durch und um das Publikum.[25]

  4'33"

Das Stück 4′33″ wurde am 29. August 1952 in der Maverick Concert Hall in Woodstock, New York uraufgeführt, wobei sich John Cage bei seiner Partitur von den White Paintings von Robert Rauschenberg anregen ließ. Der Titel gibt eine Zeitlänge von vier Minuten und 33 Sekunden vor, wobei die Länge der drei Sätze – mit der Anweisung Tacet, das heißt es werden keine Töne erzeugt – mit dem I Ging ermittelt wurden.[26] In der Uraufführung zeigte der Pianist David Tudor die drei Sätze durch Schließen und Öffnen des Klavierdeckels an.[27] Laut Partitur ist die Dauer des Stückes frei wählbar und nur der Titel soll diesen Wert in Minuten und Sekunden genau angeben. Obwohl also streng genommen der Titel je nach gewählter Dauer variieren kann, hat sich die Bezeichnung 4'33" durchgesetzt, der Wert der Uraufführung. Ebenso frei wählbar ist die Zahl der Ausführenden und die Art der (nicht) benutzten Instrumente.

  One11

Kurz vor seinem Tod vollendete Cage seinen einzigen Film One11 (1992). Der 90-minütige, komplett in schwarz-weiß gehaltene Film hat filmisch-erzählerisch wie auch musikalisch kein Thema, außer dem Licht. Ein aus 103 Musikern besetztes Orchester führt das Orchesterwerk 103 (1991) auf, die Bildsprache beschränkt sich ausschließlich auf Scheinwerferprojektionen, wobei die Art der Lichteffekte, die Kamerabewegungen und die Einzelheiten des Schnittvorgangs auf Cages Methodik der Zufallsoperationen beruhen. Statt einer Handlung beschränkt sich der Film auf die fast elegische Bewegung des Lichts, dessen Konturen sich langsam vor der Kamera verschieben.[28]

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  Zahlenstücke

In den letzten sechs Jahren seines Lebens (1986-1992) komponierte Cage eine Serie so genannter Zahlenstücke („number pieces“). Insgesamt handelt es sich um 52 Kompositionen für einen bis 108 Musiker. Die Stücke sind nur nach der Anzahl der vorgesehenen Musiker benannt. Gibt es mehrere Stücke mit einer bestimmten Zahl von Interpreten, wird dies durch hochgestellte Zahlen angegeben. FOUR² ist demnach das zweite Stück für vier Musiker.

Die Mehrzahl der Zahlenstücke schrieb Cage für traditionelle Instrumente. Ausnahmen sind Stücke für die Shō - eine japanische Mundorgel und für Gehäuse von Meeresschnecken.

In den meisten Kompositionen dieser Serie gibt Cage für jeden Klang durch die von ihm so genannten Zeitklammern ("time brackets") flexible Zeiträume an, innerhalb derer der Klang beginnen und enden muss.

Einige Beispiele für Zahlenstücke:

  Opern

Die ersten zwei Opern sind Europera 1 & 2, deren Kompositionsauftrag Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn initiierten, von Gary Bertini 1987 mit der Chefdramaturgie der Oper Frankfurt am Main betraut. Es folgten als Einzelwerke noch die Europera 3 bis 5. Die erste Gesamtaufführung aller fünf Europeras fand 2001 an der Staatsoper Hannover statt.

  Literarische Werke

  Werke heute

Cages Klang-Licht-Installation Essay (Writings through the Essay ‚On the Duty of Civil Disobedience‘, 1985/91) ist seit 1998 permanent in der Sammlung der Kunsthalle Bremen ausgestellt. Diese Arbeit zeigte Cage 1987 im Rahmen der documenta 8 in der Kasseler Karlskirche.

Eine Realisation des Orgelwerkes »ORGAN²/ASLSP« (As Slow(ly) and Soft(ly) as Possible), das "langsamste Konzert der Welt"[30], wird seit dem 5. September 2001 in Halberstadt in der St.-Burchardi-Kirche aufgeführt. Diese Aufführung soll bis zum 4. September 2640 dauern, also insgesamt 639 Jahre.

  Schlüsselelemente in Cages Schaffen

  Stille

Nach Cages Auffassung gibt es keine absolute Stille im landläufigen Sinne. Dies gründet u.a. auf seiner Beobachtung, dass es selbst in einem schalltoten Raum noch Geräusche gibt. Als Experiment schloss er sich Ende der 40er Jahre in einen solchen Raum ein und stellte fest, dass auch dort einzelne Dinge hörbar sind : sein Herzschlag, das Rauschen des Blutes in den Adern, vom Nervensystem produzierte Frequenzen. Angeregt von dieser Erfahrung kreierte er sein berühmtes silent piece 4'33" (1952), in dem keinerlei Töne angespielt werden. Stattdessen ging es Cage darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem die Zuhörer selbst diese Entdeckung machen können und ihre Aufmerksamkeit entsprechend auf die Geräusche der Umgebung, auf absichtslose Töne und die vom Publikum selbst produzierten Geräusche richten.[31] "Die Stille von John Cage ist ein offenes Ohr für den Ton der Welt.", so formulierte es Boris Parena 1978 zur Vorstellung des Komponisten im Rahmen der Musikfestspiele von Bologna.[32]

Die Frage der Intentionalität ist zentral für das Verständnis von Cages Auffasssung von Stille. Folgt man seinen Überlegungen, redet man in der Regel dann von Stille, wenn keine absichtlich produzierten Töne wahrnehmbar sind bzw. sich die Absichten nicht erschließen und infolgedessen keine oder wenige Töne hörbar sind. Lärm kennzeichnet sich entsprechend durch viele Töne, der aber nach Cage ebenso wie die Stille frei von Intentionen ist.

"Ich nehme Abstand von allen Aktionen, die Dinge herausheben, die im Laufe eines Prozesses geschehen. Was mich viel stärker interessiert - weit mehr als alles was geschieht - ist, wie es wäre, wenn nichts geschähe. Gegenwärtig ist mir sehr wichtig, daß die Dinge, die geschehen, nicht den Geist auslöschen, der schon vor ihnen, ohne daß irgendetwas geschehen wäre, da war; und wenn ich heute sage, 'ohne daß irgendetwas geschehen wäre', so meine ich die Stille, das heißt, einen Zustand frei von Intentionen. Wir haben immer Töne um uns und wir haben überhaupt keine Stille auf der Welt. [...] Was Stille und Lärm gemeinsam haben, das ist der Zustand der Absichtslosigkeit, und dieser Zustand ist es, der mich interessiert."[33]

Der französische Musiker und Philosoph Daniel Charles verweist in diesem Kontext auf den ironischen Titel von Cages Arbeit "Il Treno. Alla Ricerca del Silenzio Perduto" (Der Zug. Auf der Suche nach der verlorenen Stille) und die Nähe zu Heideggers "Ding". Während es bei Heidegger die Nähe sei, die der Mensch vergeblich sucht in der falschen Annahme, dass sie mit einer kurzen Entfernung gleichzusetzen ist, so sei es bei Cage die vergebliche Suche nach Stille - vergeblich insofern es diese im Sinne von absoluter Geräuschlosigkeit nach Cage nicht gibt.

  Zufall und Autonomie

Zufallsoperationen waren für Cage ein geeignetes Mittel, nicht-intentionale Ereignisse zu ermöglichen. Seit Anfang der 1950er Jahre setzte er sie für alle seine Musiken ein. Dabei ging es ihm nicht darum, Chaos zu stiften. Stattdessen zielte er darauf, Ereignissen Autonomie zu verleihen.[34]

"In Cages Augen wählen Syntax und Logik aus der Gesamtheit der möglichen Beziehungen oder Verbindungen immer nur die "guten" Verbindungen zwischen den Tönen aus. Das führt dazu, dass der Zuhörer zum Polizisten wird - er macht das Inventar der Beziehungen, er hört nicht mehr die Töne selbst." [35]

Cage spricht in diesem Zusammenhang auch von verbrauchten Klängen, "verbraucht durch Intellektualisierung"[36]. Infolgedessen wendete er sich Geräuschen zu - Alltagsklängen, die beim Anhören keine vorgefertigten Zuschreibungen erfahren. Erst nach einigem Abstand gelang es ihm, auch "alte Klänge" wieder "frisch und neu" zu hören, was ihn zurück zur Arbeit mit Tönen brachte.[37].

  Die 64 Bilder (Hexagramme) des I Ging, deren Ausdeutung Cage zur Beantwortung vorher festgelegter Fragen zur Komposition nutzte.

Meistens realisierte Cage die Zufallsphänomene auf der Grundlage von Losentscheidungen durch das I Ching, das "Buch der Wandlungen" - eine chinesische Orakelsammlung. Darüber hinaus setzte er Münzwürfe ein, beispielsweise um die Art der jeweiligen Klavier-Präparierung zu bestimmen. Dazu waren die zu verwendenden Materialien in 5 Kategorien eingeteilt:

  • P - Plastik, Knochen, Glas usw.,
  • M - Metall,
  • S - Stoff, Fasern, Gummi,
  • H - Holz, Papier,
  • X - anderes Material, besondere Umstände, freie Wahlmöglichkeiten[38].

Zudem legte er drei Präparierungsänderungen fest, die zufällig ausgeführt wurden: einfacher Positionswechsel, totales oder partielles Zugeben von Objekten und totales oder partielles Wegnehmen von Objekten[39].

Eine weitere Zufallsmethode richtete sich auf beobachtete Mängel in Papierbögen. Anhand der Mängel machte er bestimmte Klangaspekte fest, so z.B. in Music for Piano, einer Serie von 85 Musikstücken für Klavier.

  Weiterführende Literatur

  • Ralf Beil/Peter Kraut (Hrsg.): A House Full of Music: Strategien in Musik und Kunst. Katalog zur Ausstellung im Institut Mathildenhöhe, Darmstadt, vom 13. Mai bis 9. September 2012. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2012, ISBN 978-3-7757-3318-2
  • Ulrich Bischoff (Hrsg.): Kunst als Grenzbeschreitung: John Cage und die Moderne. Kat. Ausst. Staatsgalerie moderner Kunst, München, 1991.
  • René Block, Gabriele Knapstein (Konzept): Eine lange Geschichte mit vielen Knoten. Fluxus in Deutschland. 1962–1994. Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart, 1995.
  • Moritz von Bredow: Rebellische Pianistin. Das Leben der Grete Sultan zwischen Berlin und New York. (Biographie, 320 S., 60 Abb.) Schott Music, Mainz, 2012. ISBN 978-3-7957-0800-9
  • John Cage: Pour les oiseaux, Editions Pierre Belfond, Paris, deutsch als: John Cage: Für die Vögel, Merve Verlag Berlin, 1976.
  • Daniel Charles: John Cage oder Die Musik ist los, Merve Verlag Berlin, 1979.
  • Peter Dickinson (Hrsg.): CageTalk. Dialogues with and about John Cage. Boydell & Brewer, Woodbridge 2006, ISBN 978-1-58046-237-2.
  • Clemens Gresser: „...a music made by everyone.“ Eine analytische Annäherung an John Cages Number Pieces. In: MusikTexte 76/77. 1998, S. 41-47.
  • Wulf Herzogenrath/Andreas Kreul (Hrsg.): Klänge des Inneren Auges. Mark Tobey • Morris Graves • John Cage. Kunsthalle Bremen, Schirmer/Mosel, München, 2002.
  • Richard Kostelanetz: John Cage im Gespräch, DuMont, Köln, 1989.
  • Heinz-Klaus Metzger, Rainer Riehn (Hrsg.): John Cage II (Musik-Konzepte Sonderband), 2. Auflage, München 2000, ISBN 3-88377-315-8.
  • David Nicholls (Hrsg.): The Cambridge Companion to John Cage. Cambridge University Press, Cambridge 2002, ISBN 0-521-78968-0.
  • David Nicholls: John Cage. University of Illinois Press, Champaign, IL 2007, ISBN 978-0-252-03215-8.
  • David Revill: Tosende Stille. Eine John Cage-Biographie, List-Verlag, München, 1995. ISBN 3-471-78553-1.
  • Philipp Schäffler: Die Idee der Bildung im Schaffen von John Cage. Schott, Mainz [u.a.], 2009, ISBN 978-3-7957-0647-0.
  • James Pritchett: The Music of John Cage. Cambridge 1993, ISBN 0-521-56544-8.

  Einzelnachweise

  1. Siehe http://www.johncage.info/index2.html , abgerufen am 15. April 2011.
  2. Frank N. Magill, Chronology of twentieth-century history: arts and culture, Fitzroy Dearborn 1998, S. 1090.
  3. a b John Cage. Ein autobiografisches Statement. Katalog Wien Modern 2004, S. 1, hrsg. Berno Odo Polzer und Thomas Schäfer, Saarbrücken: Pfau 2004, S. 9–13. Als pdf-Datei online verfügbar, abgerufen am 16. September 2011
  4. a b Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.): „John Cage und …“ Bildende Künstler – Einflüsse, Anregungen. DuMont, Köln 2012, S. 292
  5. Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.): „John Cage und …“ Bildende Künstler – Einflüsse, Anregungen, Köln 2012, S. 292 f.
  6. a b c Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.): „John Cage und …“ Bildende Künstler – Einflüsse, Anregungen, S. 293
  7. a b c d Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 295
  8. Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 294
  9. a b c Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 296
  10. Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 297
  11. a b c d e Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 299
  12. Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 298
  13. a b Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 300
  14. Detlef Stein: John Cage und Joseph Beuys – „more than just a personal thing“. In: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 169
  15. Robert Gluck: The Shiraz Arts Festival: Western Avant-Garde Arts in 1970s Iran, mitpressjournals.org, abgerufen am 3. Mai 2012
  16. Berliner Künstlerprogramm (DAAD), berliner-kuenstlerprogramm.de, abgerufen am 11. Mai 2012
  17. Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 303
  18. Detef Stein in: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 171
  19. Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 304 f.
  20. Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 306
  21. Maria Müller-Schareck: „Es ist ein langsamer Weg.“ John Cage, Galka Scheyer und die Kunst der „Blauen Könige“. In: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 54
  22. Rudolf Frisius: Die musikalische Emanzipation der Klänge und Geräusche, abgerufen am 3. Mai 2012
  23. Jeffrey Saletnik: Lázló Moholy-Nagy, John Cage und die kreative Dynamik. In: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 63
  24. Yvonne Ziegler: John Cages Bezüge zur Performancekunst. In: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 142
  25. Wulf Herzogenrath: John Cage: Musik – Kunst–Leben. Gedanken zu Cage als bildender Künstler. In: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 37
  26. Wulf Herzogenrath in: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 32
  27. Joseph Tate, The Music and Art of Radiohead, Ashgate Publishing, 2005, ISBN 978-0-7546-3980-0
  28. Jeffrey Saletnik: Lázló Moholy-Nagy, John Cage und die kreative Dynamik. In: Wulf Herzogenrath, Barbara Nierhoff-Wielk (Hrsg.), S. 69
  29. The Mushroom Book, spectator.co.uk, abgerufen am 2. April 2012
  30. Ulrich Stock: Das Summen Gottes. ZEIT online vom 5. August 2011, abgerufen am 17. September 2011
  31. Spahn: Nichts zu hören., ZEIT Nr. 7 vom 9. Februar 2006, online abgerufen am 17. September 2011.
  32. Daniel Charles: John Cage oder Die Musik ist los, Merve Verlag Berlin, 1979, S. 9.
  33. John Cage talks to Roger Smalley and David Sylvester", BBC-Interview im Dezember 1966, zit. nach Charles, Daniel: John Cage oder Die Musik ist los. Merve Verlag Berlin, 1979, S. 24f.
  34. Daniel Charles: John Cage oder Die Musik ist los, Merve Verlag Berlin, 1979, S. 40.
  35. Daniel Charles: John Cage oder Die Musik ist los, Merve Verlag Berlin, 1979, S. 41.
  36. John Cage: Silence. Aus dem Amerikanischen von Ernst Jandl, Suhrkamp, Frankfurt am Main. Erste Auflage der Jubiläumsausgabe 2011, S. 20.
  37. ebd., S.20f.
  38. ebd., S. 84.
  39. ebd., S. 88.

  Weblinks

 Commons: John Cage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


   
               

 

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