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définition - Türkengefahr

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synonymes - Türkengefahr

voir aussi

Gefahr (n.)

brenzlig, gefährlich Sicherheit

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locutions

-Attic – Gefahr aus der Tiefe • Crimson Tide – In tiefster Gefahr • Ehe in Gefahr • Fallout - Gefahr aus dem All • Fallout – Gefahr aus dem All • Flug in Gefahr • Free Willy 2 – Freiheit in Gefahr • Gallien in Gefahr • Gefahr aus dem Weltall • Gefahr im Verzug • Gefahr und Begierde • Gefahr/gut Magazin • Gelbe Gefahr • Gemeine Gefahr • Hollow Man – Unsichtbare Gefahr • In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod • Knight Rider - K.I.T.T. in Gefahr! • Knight Rider – K.I.T.T. in Gefahr! • Liste der Nummern zur Kennzeichnung der Gefahr • Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr • Rettungsmedaille für Rettung aus Gefahr (Thüringen) • Sams in Gefahr (Film) • Tarzan in Gefahr • The Tuxedo – Gefahr im Anzug • Verdienstehrenzeichen für Rettung aus Gefahr (Anhalt) • Verdienstmedaille für Rettung aus Gefahr • Verdienstmedaille für Rettung aus Gefahr (Hannover) • Verliebt in die Gefahr

dictionnaire analogique

Gefahr (n.)






Wikipedia

Türkengefahr

                   
  Türkenbrief (1595)

Der Ausdruck Türkengefahr bezeichnet das während des 15.17. Jahrhunderts im Gefolge der Türkenkriege in der europäischen Öffentlichkeit verbreitete Schreckbild des expandierenden Osmanischen Reiches als der Bedrohung des christlichen Abendlands durch eine islamische Macht. Der Begriff der "Türkengefahr" wurde ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert in der deutschsprachigen Regionalgeschichtsschreibung und verstärkt ab den 1950er Jahren in der österreichischen Geschichtsschreibung über die Habsburger verwendet. [1]

  Einzelnachweise

  1. Almut Höfert: Den Feind beschreiben. “Türkengefahr” und europäisches Wissen über das Osmanische Reich. Campus, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37482-X, S. 51.

  Literatur

   
               

Türken

                   
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Türken (Begriffsklärung) aufgeführt.

Die Türken (türkisch Türkler) sind eine Ethnie, deren Hauptsiedlungsgebiete in Anatolien, Zypern und Südosteuropa liegen. In vielen Ländern der Welt existiert eine große Diaspora, überwiegend in europäischen Ländern und vor allem in Deutschland. Der Großteil der Türken lebt in der nach ihnen, seit Gründung 1923 durch Mustafa Kemal benannten Türkei, wo sie ca. 81 Prozent der Bevölkerung ausmachen (entspricht ca. 58 Millionen Menschen).

Inhaltsverzeichnis

  Etymologie

Die Volksbezeichnung Türk wird erstmals in chinesischen Chroniken des 6. Jahrhunderts als T'u-küe erwähnt und war der Name eines Clans innerhalb einer größeren nomadischen Stammeskonföderation, der die Eigenbezeichnung "Türk" trug und dessen Herkunft und Sprache nicht eindeutig zu belegen sind.[1] Mit dem Aufstieg der "Türk" wurde der Name als politische Bezeichnung auf eine ganze Reihe anderer Nomaden und Völker übertragen, und schließlich, durch einen bis heute nicht vollständig nachvollzogenen Prozess, als generelle Bezeichnung für eine ganze Sprach- und Völkerfamilie übernommen - zuerst von muslimischen Gelehrten, später auch in Europa.[2] Daraus ist auch die Bezeichnung für die türkische Bevölkerung Anatoliens abgeleitet.

  Geschichte

Die heutigen Türkeitürken lassen sich in den sprachlichen und ethnischen Kontext der Turkvölker stellen. Das Siedlungsgebiet des ältesten unter dem Namen Türken bekannten Volkes befand sich im östlichen Zentralasien, auf einem Gebiet, das sich vom Altai-Gebirge im Westen bis zum Tianschan im Osten und vom Baikalsee im Norden bis zum Altun im Süden erstreckte. Bereits in der ausgehenden Spätantike entstand ein erstes türkisches Reich, das der Göktürken, die ab der Mitte des 6. Jahrhunderts für etwa zwei Jahrhunderte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Vorderasiens spielten. Hier nahmen später Migrationen ihren Anfang, die zur Gründung verschiedener Reiche wie die der Karachaniden, Seldschuken oder Osmanen führten. Sie führten ferner turksprachige Gruppen in den Mittleren Osten und nach Anatolien.[3][4]

  Einwanderung nach Anatolien

  Das Osmanische Reich

Der Aufstieg der Türken zur islamischen Großmacht begann bereits im 11. Jahrhundert, als die Großseldschuken ein riesiges Gebiet eroberten, das vom Mittelmeer bis nach Zentralasien reichte. Es waren die Seldschuken, die mit der siegreichen Schlacht von Manzikert im Jahre 1071 die türkische Landnahme Anatoliens einleiteten.[5] Die Welle der Einwanderung der ogusischen Stämme, anderer türkischen Ethnien und mongolischer Elemente verlief wellenförmig von der Mitte des 11. Jahrhunderts bis in das 15. Jahrhundert hinein. Diese Gemeinschaften waren stets polyethnisch und politischen Charakters. Ihre Mitglieder waren entweder in die Gemeinschaft hineingeboren worden oder hatten sich ihr angeschlossen. Schätzungsweise trafen bis zum 12. Jahrhundert 100.000 bis 300.000 „Türken“ in Anatolien ein und trafen dort auf zwei bis drei Millionen Alteingesessene. Vermutlich stellten diese im 13. Jahrhundert in Anatolien die relative und spätestens im 15. Jahrhundert die absolute Bevölkerungsmehrheit.[6] Das Türkische setzte sich in der Folge rasch als Umgangssprache zwischen den einzelnen Bevölkerungsteilen durch. Das Persische war neben dem Arabischen die wichtigste Bildungs- und Literatursprache. Sämtliche Chroniken der Rumseldschuken wurden auf Persisch verfasst. Unter der christlichen Bevölkerung waren Syrisch-Aramäisch, Armenisch und Arabisch die wichtigsten Bildungssprachen. Das Arabische wurde im Osmanischen Reich in Kadiregistern, Stiftungsurkunden und Inschriften bis zum Ende des 16. Jahrhunderts durch das Osmanische ersetzt.[7]

Nach der Eroberung weiter Teile Anatoliens durch die Türken gründete ein Zweig der Großseldschuken das Sultanat Rum. Das Sultanat von Rum stellte den ersten kulturellen und politischen Höhepunkt der Türkenherrschaft in Anatolien dar.[8]

In einem Bericht über den Kreuzzug von Friedrich Barbarossa im Jahre 1190 (Historia Peregrinorum) erscheint erstmals der Begriff „Türkei“ in abendländischen Quellen. Im 13. Jahrhundert wird er in vielen europäischen Quellen verwendet. Im Arabischen ist die Bezeichnung barr al-turkiyya (Land der Türkei) seit Anfang des 14. Jahrhunderts belegt.[9]

Der Begriff Türk oder Türki als Volks- oder Sprachbezeichnung war trotz der verschiedenen pejorativen Verwendung in historischen und literarischen Texten des Osmanischen Reiches nicht auf nomadisierende oder bäuerliche Bevölkerungsgruppen beschränkt.[10]

  Das Osmanische Reich

Auf die anatolischen Seldschuken folgten die türkischen Osmanen, die bald darauf große Teile Anatoliens unter ihre Herrschaft brachten und im Jahr 1453 Konstantinopel eroberten. Mit gewaltigen Kriegszügen eroberten die Osmanen ein Reich, das von Armenien bis nach Ungarn, von der südrussischen Steppe bis nach Nordafrika reichte. Auch große Teile der arabischen Halbinsel und des Mittelmeerraums gehörten zum türkischen Imperium.

  Anzahl und Siedlungsgebiet

  Anteil der Türken in Bulgarien laut der Volkszählung 2001 in den Oblasten:
10 % und höher 20 % und höher 50 % und höher

Zu den Türken rechnen sich weltweit rund 65 Millionen Menschen.[11] Etwa 58 Millionen Türken[12][13] leben vor allem in der nach ihnen benannten Republik Türkei. Als autochthone Minderheiten sind sie auch in Zypern (265.000[14]) und in Südosteuropa in Bulgarien (746.664[15], vor allem in den Oblasten Kardschali, Rasgrad, Schumen, Targowischte und Silistra), Griechenland (157.000, vor allem in den Präfekturen Rodopi und Xanthi), Mazedonien (79.000, vor allem in Skopje und Gostivar), Rumänien (44.500[16], vor allem im Kreis Constanța) und im Kosovo (22.500[17], vor allem in Prizren und Mamuša) beheimatet. Als nicht-autochthone Minderheiten leben sie ebenso in Europa und Nordamerika, überwiegend in Deutschland (2.196.000), in den Niederlanden (400.000[18][19]), in Frankreich (224.000), in den Vereinigten Staaten (171.818[20]) und in Österreich (150.000[21][22]).

  Religion

Die überwiegende Mehrheit der religiösen Türken sind sunnitische Muslime hanafitischer Rechtsschule. Die zweitgrößte religiöse Gruppe bilden die Aleviten.

  Siehe auch

  Literatur

  • Bodo Guthmüller, Wilhelm Kühlmann: Europa und die Türken in der Renaissance. Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 978-3-484-36554-4.
  • Klaus Kreiser und Christoph K. Neumann: Kleine Geschichte der Türkei. 2., aktualisierte und erweiterte Ausgabe. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-010678-5.
  • Udo Steinbach: Geschichte der Türkei. 4., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-44743-3.

  Einzelnachweise

  1. Carter Vaughn Findley, "The Turks in World History", Oxford University Press, 2005, S. 39
  2. Ambros/Andrews/Balim/Golden/Gökalp/Karamustafa, "Turks", in Encyclopaedia of Islam, online ed.: The name Türk spread as a political designation during the period of Göktürk imperial hegemony to their subject Turkic and non-Turkic peoples. Subsequently, it was adopted as a generic ethnonym designating most if not all of the Turkic-speaking tribes in Central Asia by the Muslim peoples with whom they came into contact.
  3. Udo Steinbach: Geschichte der Türkei, S.8 [1]
  4. Udo Steinbach: Die Türkei im 20. Jahrhundert, Bergisch-Gladbach 1996, S. 17
  5. Steinbach (1996), S. 22
  6. Klaus Kreiser: Der Osmanische Staat 1300-1922. München 2001, S. 5
  7. Klaus Kreiser in: Kreiser und Neumann: Kleine Geschichte der Türkei. Stuttgart 2003, S. 51 ff.
  8. Steinbach (1996), S. 23
  9. Klaus Kreiser in: Kreiser und Neumann: Kleine Geschichte der Türkei. Stuttgart 2003, S. 54
  10. Klaus Kreiser: Der Osmanische Staat 1300-1922. München 2001, S. 2
  11. Helmut König, Manfred Sicking: Gehört die Türkei zu Europa?, Bielefeld 2005, S. 137
  12. Central Intelligence Agency. The World Factbook: Turkey
  13. Turkey: A Country Study
  14. The press statement of Prime Minister Ferdi Sabit Soyer on the tentative results of 2006 population and housing census, 5. Mai 2006
  15. Zensus in Bulgarien am 1. März 2001
  16. Central Intelligence Agency
  17. Kosovo in figures 2005
  18. Netherlands Info Services
  19. Dutch News
  20. U.S. Census Bureau; American FactFinder: U.S. Census Tables. Abgerufen am 9. Juli 2008.
  21. Sydney Morning Herald
  22. Turkish Embassy AU
   
               

Gefahr

                   
  Zeichen 101 der bestimmten Gefahrenzeichen

Eine Gefahr (mittelhochdeutsch gevareHinterhalt, Betrug“, Abkürzung Gef.) ist eine Situation oder ein Sachverhalt, der zu einer negativen Auswirkung führen kann. Diese negative Auswirkung einer Gefährdung kann Personen, Sachen, Sachverhalte, Umwelt oder Tiere treffen.

Als Gefahrzeichen wird etwa ein Gefahrsymbol (Piktogramm) oder ein anderes akustisches oder optisches Gefahrsignal als Warnung verwendet, Kennziffern (Gefahrenzahl) einer Gefahrenskala, als Gefahrenstufe oder Gefahrenklasse, Gefahrenzone oder anderer Klassifizierungen von Gefahr, Bedrohung, Gefährdung oder Risiko.

Inhaltsverzeichnis

  Definitionen

Allgemein ist zu unterscheiden:[1]

  • Gefährdung (englisch: hazard): eine potenzielle Gefahrenquelle (Schadensquelle), ein Risiko
  • Gefahr (danger): Die mögliche Schadwirkung der Gefahrenquelle oder der Zustand einer Bedrohung durch eine Gefahrenquelle
  • Schaden (damage): Die konkrete schädigende Auswirkung der Gefahrenquelle, als Möglichkeit oder Wirklichkeit

  Ingenieurwissenschaften

In den Ingenieurwissenschaften umfasst die VDE 31000 /VDE1987/ allgemeine Leitsätze für das sicherheitsgerechte Gestalten technischer Erzeugnisse: „Gefahr ist eine Sachlage, bei der das Risiko größer als das Grenzrisiko ist.“

  Arbeitssicherheit

Im Falle der Arbeitssicherheit gilt: Eine Gefährdung entsteht, wenn ein Mensch räumlich und zeitlich in Kontakt mit einem verletzungsbewirkenden Faktor kommen kann. Dabei können mehrere gefahrbringende Bedingungen zusammenspielen. Durch technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen sollen Gefährdungen und das Wirksamwerden von Gefahren verhindert werden.

  • Als Restrisiko werden Gefahren bezeichnet, deren Risiko unterhalb des Grenzrisikos liegen. Diese Gefahren werden also toleriert.
  • Grenzrisiko bezeichnet das höchste akzeptable Risiko, unter dem eine Situation noch sicher ist. Die Grenze kann durch gesetzliche, gesellschaftliche oder persönliche Normen bestimmt sein.
Rechtslage in Deutschland

Die Gefahren, die zu einem konkreten Arbeitsplatz gehören, werden bei der Gefährdungsbeurteilung z. B. durch den Arbeitgeber oder den Verantwortlichen Personen gemäß § 13 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) festgestellt und protokolliert. Der Arbeitgeber entscheidet über die zu treffenden Maßnahmen des Arbeitsschutzes; er ist jedoch an den arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisstand i. S. v. § 4 ArbSchG gebunden. Der Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit gehören nicht zur Linie innerhalb der betrieblichen Organisation und werden hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsbedingungen grundsätzlich nur beratend tätig.

  Signalwort ‚Gefahr!‘

In der schriftlichen Kommunikation (z. B. Gebrauchsanleitungen) wird das Signalwort Gefahr! eingesetzt, um die Aufmerksamkeit des Lesers auf eine bestimmte Textstelle zu lenken. Gefahr! darf nur verwendet werden, um vor Gefahren zu warnen, die zum Zeitpunkt der Warnung bereits vorhanden sind (z. B. heiße Oberflächen, scharfe Kanten, Quetschstellen, usw.). Es wird ausschließlich bei Gefahren vor Personenschäden eingesetzt.[2]

Auch die Kennzeichnung von Gefahrstoffen nach dem globalen System GHS[3] fordert das Anbringen eines Signalworts[4] auf dem Kennzeichnungsetikett je nach Gefahrenkategorie: Achtung (engl. warning, Abkürzung Achtg.) oder Gefahr (danger, Abk. Gef., alle ohne Ausrufezeichen).[5] Hierbei steht ‚Gefahr‘ für die „schwerwiegenden“ Gefahrenkategorien[6]

  Sozialwissenschaften und Sozialphilosophie

In den Sozialwissenschaften, speziell in der Soziologie wird, u.a. unterschieden zwischen der unbestimmten „Gefahr“ und dem berechenbarenRisiko“. Vgl. dazu die Katastrophensoziologie.

Eine andere Definition dieser Begriffe geht auf Niklas Luhmanns Systemtheorie zurück. Ihm bedeutet „Gefahr“ die Möglichkeit eines zukünftigen Schadens oder Nachteil, dessen Eintreten unabhängig von meinem Verhalten oder Entscheiden der Umwelt zugerechnet wird. „Risiko“ dagegen ist für ihn eine Selbstzuschreibung, also von der eigenen Entscheidung abhängig.

  Betriebswirtschaftslehre

In der Betriebswirtschaftslehre verursachen Risiken schwer kalkulierbare Wagniskosten.

Siehe auch: Risikomanagement

  Rechtswissenschaft/Verwaltung

Der rechtswissenschaftliche Zugang zielt auf polizei- und ordnungsrechtliche Aspekte ab.

„Eine Gefahr liegt vor, wenn eine Sachlage oder ein Verhalten bei ungehindertem Ablauf des objektiv zu erwartenden Geschehens in absehbarer Zeit und mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein polizeilich geschütztes Rechtsgut schädigen wird.“[7]

Maßgeblich ist, ob eine Sachlage oder ein Verhalten gegeben ist, aus dem die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung nach bewährten Erfahrungssätzen folgt (objektiv gegebene Gefahr).

  Arten der Gefahr

  • Arten der Gefahr in der Rechtswissenschaft
Konkrete Gefahr
Eine konkrete Gefahr beinhaltet jede Sachlage, die bei ungehindertem Ablauf des objektiv zu erwartenden Geschehens mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einer Verletzung der Schutzgüter führt.
Beispiel: Eine Person sitzt neben einer Benzin-Zapfsäule, hat Zigarette und Feuerzeug in der Hand. Es besteht die Gefahr einer Entzündung des Benzins.
Abstrakte Gefahr
Die abstrakte Gefahr liegt zeitlich nicht im Vorfeld der konkreten Gefahr. Abstrakte und konkrete Gefahr unterscheiden sich auch nicht hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts. Es ist bei der abstrakten Gefahr vielmehr so, dass die Gefahrenquelle kein konkreter einzelner Sachverhalt ist, sondern ein gedachter, typisierter Lebenssachverhalt, aus dem sich eine Gefahr für Schutzgüter der Öffentlichen Sicherheit oder Ordnung ergeben kann.
Beispiel: Für den stark frequentierten Fußgängerbereich einer Innenstadt besteht die (abstrakte) Gefahr, dass durch frei umherlaufende große Hunde oder Kampfhunde dort befindliche Erwachsene, Kinder oder andere Hunde gebissen werden. Eine Stadt kann nun dieser abstrakten Gefahr durch eine Verordnung zu deren Erlass sie ein Gesetz ermächtigt, durch einen Leinenzwang begegnen.
Anscheinsgefahr
Der Schadenseintritt ist hinreichend wahrscheinlich, jedoch bestand im Nachhinein gesehen keine tatsächliche Gefahr. Die Anscheinsgefahr ist eine nach herrschender Meinung polizeirechtlich vollwertige Gefahr. Es gibt allerdings auch Ansichten, die mit gut vertretbaren Argumenten die Existenz der Kategorie der Anscheinsgefahr ablehnen und derartige Fälle als Situationen ansehen, in denen keine Gefahr besteht, weil eben tatsächlich kein Schadenseintritt droht.
Beispiel: Einem Polizisten wird mitgeteilt, ein Koffer auf dem Marktplatz enthalte eine Bombe. Er verfügt daraufhin die Räumung des Marktplatzes; nachher ergibt sich, dass der Koffer leer war.
Putativgefahr (auch Scheingefahr)
Irrige Annahme einer Gefahr, wobei die Fehleinschätzung auf einer unvertretbaren Einschätzung beruht. Es liegt keine polizeirechtlich relevante Gefahr vor. Die Putativgefahr ermächtigt nicht zu Gefahrenabwehrmaßnahmen. Solche sind mithin rechtswidrig.
Beispiel: Ein Polizist sieht, wie ein Kind mit einer Spielzeugpistole hantiert, die offensichtlich als solche zu erkennen ist. Er schreitet ein und beschlagnahmt das Spielzeug.
Gefahrverdacht
Eine Gefahr wird für möglich gehalten, auch wenn subjektiv noch Zweifel vorhanden sind. Der Schadenseintritt ist nicht hinreichend wahrscheinlich, jedoch möglich.
Es handelt sich um eine Gefahr i. S. d. Gesetzes, jedoch sind im Rahmen der Verhältnismäßigkeit vorerst nur gering einschneidende Maßnahmen zu ergreifen (z. B. Gefahrerforschung)

  Klassifizierung und Kennzeichnung von Gefahr

Gefahrenstufen in der Rechtswissenschaft:

Gegenwärtige Gefahr
Das schädigende Ereignis steht unmittelbar oder in allernächster Zukunft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bevor, bzw. hat bereits begonnen (zeitlich erhöhte Schadensnähe). Das Vorliegen der gegenwärtigen Gefahr wird für das in Kraft treten bestimmter Befugnisse vorausgesetzt.
Beispiel: Eine betrunkene Person nimmt in einem PKW Platz und legt den Gang ein.
Gefahr im Verzug
eine Sachlage, bei der ein Schaden eintreten würde, wenn nicht an Stelle der zuständigen Behörde oder Person eine andere Behörde oder Person tätig wird.
Dringende Gefahr
liegt vor, wenn eine Sachlage oder ein Verhalten bei ungehindertem Verlauf eines objektiv zu erwartenden Geschehens mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein wichtiges Rechtsgut schädigen wird. Die dringende Gefahr setzt KEINE zeitliche Dringlichkeit voraus.

  Zitate

  • Die erste Reaktion eines Menschen auf Schwierigkeiten und Gefahren ist ein Sammeln und Anspannen aller vitalen Energien, damit sie wach und bereit seien zum Einsatz gegen die feindlichen Umstände.José Ortega y Gasset (Aufbau und Zerfall Spaniens, 1921)
  • Der Soldat ist überzeugt, dass ihm eine gewisse beliebig ins Unendliche zu verlängernde Frist gewährt sei, bevor er getötet, der Dieb, bevor er gefasst wird, die Menschen im allgemeinen, bevor sie sterben müssen. Das ist der Talisman, der die Individuen – und bisweilen die Völker – nicht gegen die Gefahr selbst, aber gegen die Furcht vor der Gefahr, genauer noch, gegen den Glauben an die Gefahr schützt und in gewissen Fällen dazu verhilft, sich die Gefahr zuzumuten, ohne mutig zu sein.Marcel Proust (Im Schatten der jungen Mädchen, ISBN 3-51857875-8, S. 182)

  Literatur

  Siehe auch

  Weblinks

 Commons: Gefahr (Danger) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Gefahr – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Gefahr – Zitate

  Einzelnachweise

  1. ISO/IEC Guide 51
  2. Hennig, Tjarks: Wörterbuch zur Technischen Kommunikation und Dokumentation. tekom. 1998.
  3. Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (pdf, EUR-Lex)
  4. Art. 20 Signalwörter EG 1272/2008 (PDF, S. 16)
  5. Anhang VI 1.1.2.2. Kennzeichnungscodes EG 1272/2008 (PDF, S. 333)
  6. Art. 2 Begriffsbestimmungen 4.a) EG 1272/2008 (PDF, S. 9)
  7. Bundesverwaltungsgericht, Entscheidungen 45, 51, 57; Volltext
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
   
               

 

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